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  • Zuletzt aktualisiert: Freitag, 08. Februar 2013 09:15
  • Veröffentlicht: Montag, 28. Januar 2013 15:28
  • 29 Mai

Reise nach Graubünden

Wieder mal unterwegs. Diesmal fahre ich in die Schweiz, genauer gesagt nach Graubünden. Mein erstes Ziel ist die sogenannten Bündner Herrschaft, das ist der nördlichste Zipfel Graubündens, im Rheintal gelegen.

Doch der Reihe nach, noch bin ich nicht da. Nach meiner Devise „Der Weg ist das Ziel“ fahre ich ja nicht den direkten Weg, der auf der Autobahn zwar schnell und bequem, aber uninteressant nach Lindau führt. Meine Route führt mich zunächst nach Geisenfeld, einem der ältesten Hopfensie­gel - Orte der Hallertau. Von dort aus führt mich die Bundesstraße 300 weiter nach Südwesten. Alte bayerische Städte wie Schrobenhausen und Aichach ziehen vorbei Hier ist das

Kernland der Wittelsbacher, jenem Adelsgeschlecht, das die Geschicke Bayerns über 800 Jahre hinweg bestimmte. Die Stammburg Wittelsbach stand auf den Höhen oberhalb von Aichach. Heute steht hier noch ein kleines Schloss, in demSissi, die spätere Kaiserin von Österreich, in Kinderjahre verbrachte. Über Augsburg, der alten Fuggerstadt am Lech, geht es nun weiterdurch den Naturpark Augsburgs westliche Wälder. Es ist eine schöne, beruhigende Landschaft, in der, wie zufällig verstreut, sehenswerte Orte, Klöster und Kirchen liegen. Über Krumbach, Babenhausen und Memmingen fahre ich weiter durch das Allgäu nach Südwesten. Trotz des wunderbaren Wetters kaum Verkehr. Ich bin auf der alten B18, früher Hauptverkehrsweg in Richtung Schweiz, heute eine stille Landstraße, die sich durch Täler schlängelt und von vergangenen Zeiten träumt. Erst in Lindau treffe ich wieder auf mehr Verkehr.

Die alte Allee, die am Ufer des Bodensees zum alten Grenzübergang Bregenz führt, leitet mich weiter schön schattig weiter, das alte Zollhäuschen bleibt zurück und – ein Stau! Und was für einer, es scheint, die ganze Welt will hinein nach Bregenz. Für drei Kilometer brauche ich 20 Minuten. Doch werde ich entschädigt mit einem herrlichen Blick über den See hinüber auf die Berge des Appenzeller Landes. Majestätisch überragt der noch verschneite Säntis die Szenerie. Dann, endlich, bin ich durch Bregenz hindurch. Noch schnell zur Tankstelle, denn in der Schweiz ist der Diesel recht teuer, dann bin ich in St. Margrethen an der Grenze. Die Kontrolle fällt aus, freundlich winkt mich der Zöllner weiter.

Das Fürstentum Liechtenstein, eng an die Schweiz gebunden und doch selbstständiger Staat, zeigt sich im Licht der nun langsam sinkenden Sonne. Vaduz, Hauptstadt Liechtensteins, ist eine moderne kleine Stadt, überragt vom Schloss derer von Liechtenstein. Der alte Saumweg von Vaduz nach Chur, hart entlang der Berge, ist heute ein gut ausgebaute Bundesstraße. Es geht hinauf auf den Sattel, eine monströse Anlage der Schweizer Armee liegt mitten im Weg, dann bin ich oben. Neben einem alten Gehöft steht die kleine Kirche, die dem Weg seinen Namen gegeben hat, dem Luzisteig.

 

Ein ruhiger Wanderparkplatz ist mein heutiger Standplatz..