Die Burgenstrasse von Mannheim bis Nürnberg

    Vom Rhein bis zur Rezat und weiter bis zur Moldau -

    die Burgenstraße führt quer durch Süddeutschland von Mannheim über Nürnberg bis nach Prag. Der erste Teil, von Mannheim nach Nürnberg wollen wir Ihnen hier vorstellen. Wir starten in der Industrie- und Handelsstadt Mannheim, dann über Heidelberg und entlang des Neckars nach Heilbronn. Durch Hohenlohe fahren wir zum Taubergrund mit seinem Highlight Rothenburg, schließlich führt uns die Burgenstraße durch Mittelfranken über die Residenzstadt Ansbach nach Nürnberg, wo der erste Teil der Route endet.

     

    Das Schloss in Mannheim - der Beginn unserer Route Bild: Stefan-R._pixelio.de

    Das Schloss in Mannheim - der Beginn unserer Route Bild: Stefan-R./pixelio.de

    Von Mannheim nach Heidelberg

    Schon bei der Ankunft in Mannheim wird sehr schnell klar, die Stadt ist einer der wichtigen Industriestandorte Deutschlands. Als wir über die Autobahn  in die Stadt hineinrollen, fragen wir uns, warum ausgerechnet hier die Burgenstraße beginnen soll. Überall rauchende Schlote, große Hallen und Industriebetriebe. Burgenromantik? Fehlanzeige! Erst im Zentrum ändert sich die Lage oder besser gesagt, die Ansicht.
    Ein weiter Platz mit Kopfsteinpflaster, darum herum die Gebäude eines Barockschlosses, die roten Sandsteinpartien wechseln mit beige-gestrichenen Mauern ab. Das Mannheimer Schloss, Residenz des Wittelsbachers Karl Theodor, beherrscht die südwestliche Seite der Altstadt Mannheims. Wobei wir Altstadt nicht so wörtlich nehmen dürfen, denn das Zentrum Mannheims wurde im 17. Jahrhundert als Festung auf dem strategischen Platz zwischen Rhein und Neckarmündung erbaut und, ausgehend vom Schloss, in Planquadrate eingeteilt, eine Konzeption, die im 17. Jahrhundert in Europa einmalig war. Doch die Region am Rhein hatte es schwer, immer wieder wurde Mannheim und die Kurpfalz durch Kriege verwüstet, das heutige Schloss ist der dritte Bau, und auch dieser wurde während des Krieges weitgehend zerstört. Beim Wiederaufbau wurden nur das Treppenhaus mit den Fresken von Cosmas Damian Asam, der Rittersaal und die Schlosskirche original restauriert, die übrigen Gebäude des Schlosses beherbergen heute die Universität Mannheim. Das Schloss in Mannheim, hier also beginnt sie, die Burgenstraße.
    Die Bundesstraße 36 bringt uns schnell, weil gut ausgebaut, nach Schwetzingen. Schwetzinger Spargel ist weit um bekannt, und wer die Tour jetzt im Frühling bereist, darf es nicht versäumen, diese Spezialität zu probieren. Doch nicht nur Spargel haben das kleine Städtchen zwischen Mannheim und Heidelberg bekannt gemacht, es ist auch das Schloss und der Schlosspark, der ein Besuch in Schwetzingen lohnt. Wieder ist es eine Residenz der kurpfälzischen Fürsten, das auf den Resten einer mittelalterlichen Wasserburg um 1700 erbaut wurde. Unter Kurfürst Karl Theodor wurde das Schloss weiter ausgebaut und das Schlosstheater errichtet, eines der schönsten Rokoko-Theater Süddeutschlands; noch heute finden im Sommer dort Festspiele statt. Unter Karl-Theodor entstand auch der Schlossgarten mit seinen vielen Gebäuden, Brunnen und verschwiegenen Winkeln. Der Park fasziniert uns, immer wieder ergeben sich überraschende Blicke auf das Schloss, die Moschee oder einen Brunnen. Die weißen Figuren bilden eine besonderen Kontrast zum umgebenden Grün der Bäume. Breite Wege wechseln mit stillen Alleen, Bäume und Blumen zeigen ihre ganze Pracht. Und hätte nicht ein aufziehendes Gewitter uns vertrieben wie weiland Adam und Eva aus dem Paradies, so würden wird wohl heute noch durch den Park gehen...


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