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 Karpfen - ein herbstlicher Genuß in Franken © FV Franken

Rot, orange und golden schimmern die Weinberge, die Zweige der Obstbäume biegen sich unter prallen, violetten Zwetschgen, goldgelben Birnen und rotbackigen Äpfeln, ein tiefblauer Himmel spannt sich über den Stoppelfeldern – im Herbst ist Franken ein Fest für die Augen und den Gaumen. Denn die Weinberge, Streuobstwiesen und Felder versprechen reiche Ernte für eine Vielzahl feiner Delikatessen. Erntefeste, Genießerführungen und kulinarische Aktionswochen rund um Fisch, Wild oder Kren sorgen für Hochgenuss im Herbst. Abgerundet wird das Menü durch die feinen Weine und süffigen Bierspezialitäten von Frankens Winzern und Braumeistern.

Gerade noch im Teich, gleich auf dem Teller

Fischliebhaber sehnen in Franken den September herbei. Viele Spezialitäten aus Teichen und Flüssen kommen traditionell nur in den Monaten mit „r“ auf den Tisch. Im Aischgrund im Steigerwald, wo unzählige Karpfenteiche in der Sonne glitzern, feiert man den lang erwarteten Saisonbeginn mit den „Karpfenschmeckerwochen“. Vom 30. August bis 2. November 2014 gibt es bei den teilnehmenden Gastronomen Karpfen in allen Variationen, von klassisch gebacken bis hin zu Pfefferkarpfen, Karpfen-Sushi und Karpfenbratwurst. In Dinkelsbühl im Romantischen Franken ist das Abfischen der Teiche während der Fischerntewoche (24. Oktober bis 2. November 2014) ein Höhepunkt für Gourmets. Neben Karpfen kommen hier auch Zander, Waller, Schleie, Forelle und andere Wasserbewohner auf den Teller – fangfrisch und vielfältig zubereitet. Auch im Nürnberger Land und im Fränkischen Seenland machen Fischgenießer im Herbst einen guten Fang.

Das Beste aus Frankens Wäldern

Im Herbst bereichert Wild aus Frankens weiten Wäldern den Speiseplan. Deftiger Wildschweinbraten, zarter Rehrücken, feiner Hasenpfeffer und herzhafte Hirschkeule machen Appetit. Verfeinert werden die Wildgerichte gern mit weiteren Delikatessen aus dem Wald – zum Beispiel mit einer Hagebuttensoße oder mit frischen Pilzen. Im Fichtelgebirge tischen die Küchenchefs während der „Wilden Wochen“ vom 27. September bis 2. November 2014 feine Wild- und Fischmenüs mit Wildkräutern auf. „Ganz wild ... auf Wild aus dem Frankenwald“ sind Feinschmecker vom 4. bis zum 16. November 2014: Spezialitäten wie Mufflonschnitzel und Hasenkeule warten dabei auf Entdeckung. Die „Wildbretwochen“ (8. bis 23. November 2014) im Steigerwald folgen direkt auf die „Karpfenschmeckerwochen“ und das Spessart-Mainland lädt noch bis zum 26. Oktober 2014 zu den „Wild- und Wein-Wochen“, bei denen zum Wildgericht die passenden Weinspezialitäten aus der Region gereicht werden.
Genuss von der Wacholderheide
Kräutersatt und zufrieden werden im Naturpark Altmühltal am 27. und 28. September 2014 die Herden des „Altmühltaler Lamms“ in ihr Winterquartier geführt. Den ganzen Sommer über sind sie über die sonnigen Wacholderheiden gezogen, jetzt feiert man den Lamm-Abtrieb in Böhming mit vielen Lamm-Schmankerln. Wer dabei Appetit auf weitere herbstliche Spezialitäten bekommt, macht einen Abstecher in die Barockstadt Eichstätt. Unter dem Motto „Eichstätt kocht herbstlich“ (3. bis 26. Oktober 2014) bieten die Genusswirte Gerichte rund um Kürbis, Wild und Schwammerl an. Die Herbstklassiker Kürbis und Kartoffel spielen auch die Hauptrolle, wenn die Wirte im Frankenwald zu „Herbstlichen Gaumenfreuden mit Erntedank“ (19. September bis 5. Oktober 2014) einladen. Die Fränkische Schweiz sorgt schon mal für den Winter vor: Bei den „Scharfen Wochen“ im Oktober dreht sich alles um den Meerrettich, in Franken Kren genannt. Die aromatische Wurzel gibt nicht nur vielen Speisen eine würzige Schärfe, sondern ist auch besonders gesund, enthält jede Menge Vitamin C und stärkt das Immunsystem – genau das Richtige also, um gesund durch den Winter zu kommen.

Süße Verführung am Baum

Süß und saftig erfreut die Ernte von den fränkischen Streuobstwiesen im Herbst alle Naschkatzen, wenn sie sich Desserts wie frisch gebackene Apfelküchlein mit Zimtzucker auf der Zunge zergehen lassen. Doch die Franken verstehen es auch, die leckeren Früchtchen noch mehr zu veredeln. Obstkuchen, Marmeladen, Säfte und nicht zuletzt feine Brände werden gleich vor Ort aus frischen, reifen Früchten produziert. In der Fränkischen Schweiz, wo sich weitläufige Obstgärten zu Füßen des Walberlas ausbreiten, öffnen die Brenner jedes Jahr ihre Türen. Am 19. Oktober 2014 laden beim „Tag der offenen Brennereien und Brauereien“ 14 Brennereien und drei Brauereien dazu ein, einen Blick in den Kessel zu werfen, Fragen an die Brenner und Braumeister zu stellen – und natürlich ihre Spezialitäten zu probieren. Damit jeder den edlen Tropfen guten Gewissens zusprechen kann, gibt es eine Bus-Sonderlinie sowie Wandervorschläge von Brennerei zu Brennerei.


 Die vollständige Reportage Herbstliche Genüsse im Urlaubsland Franken lesen Sie in Online-Heft 7.2014. Verpasst?  Hier können Sie die Online-Ausgabe herunterladen - einfach und bequem!

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