Dodge Charger Hellcat SRT (c) Daniel Jauslin

Ich habe dem 5.10 Meter langen Hellcat respektvoll den Namen des weißen Pottwales aus Hermann Melvilles gleichnamigem Roman gegeben. Das Understatement von außen setzt sich beim Einsteigen in den Boliden fort. Hier herrscht Großserienambiente. Das Interieur wird von zwei bequemen Ledersportsitzen beherrscht. Alles andere scheint aus dem Standard Modell eines Chargers zu stammen. Vergleichbare Sport Limousinen in derselben Preisklasse bieten adliges Leder fürs Armaturenbrett, Alcantara für den Dachhimmel sowie Edelstahl- und Holzelemente für Detailansichten. Das fehlt schlicht und einfach. Dafür ist alles auf dem 8,2 Zoll TFT-Display für Poweroptionen ausgelegt. G-force, quarter mile, lap time, sport, track, oder eine individuell einstellbare Poweroption lassen jedes Sportlerherz höher schlagen.
Nachdem die Einstellungen vorgenommen worden sind, beginnt das unfassbare Vergnügen, den SRT Hellcat zu starten. Solch ein Sound ist fast nicht in Worte zu fassen. Ich bin begeistert. V8 Sound in ständiger Begleitung eines Kompressor Surrens übertrifft alle Erwartungen des Piloten. Wenn man will, kann man entspannt durch die städtischen Gassen oder ländlichen Straßen cruisen. Die 8-Stufenautomatik schaltet ideal, und dank dem schwindelerregendem Drehmoment von 881 Newtonmeter bei 4800 U/Min. ist immer mehr als genügend Power vorhanden, um Moby Dick so richtig einzuheizen. Ein kurzer Druck aufs Gaspedal und wir fliegen durch den Jura. Die Kurven tauchen schneller als erwartet vor einem auf. Zum Glück trägt die Brembo Bremsanlage (390mm) dazu bei, das Schwergewicht sicher und rechtzeitig in die Knie zu zwingen. Genau in dieser Situation kommen die 500kg Mehrgewicht, gegenüber einem Sportwagen mit ähnlicher Leistung, ins Spiel. Der weisse Pottwal ist nicht nur gross sondern auch schwer. Fahrkönnen und Besonnenheit helfen in einer Situation wie dieser.
Ein ganz spezifisches Erste-Welt-Problem – Wie kann ich verhindern, dass Mitarbeiter des Parkservice mit meinem Auto eine Spritztour machen? – lösen die Entwickler mit dem Schlüssel. Oder besser: den Schlüsseln. Der Käufer des SRT Hellcat erhält zwei Schlüssel: einer schwarz, einer rot. Der schwarze limitiert Leistung, Schaltung und Steuerung. Nur der rote Schlüssel gibt das volle Potential des Autos frei. Jetzt fehlt in der Schweiz...

 


Die vollständige Reportage  "Dodge Charger Hellcat SRT"  lesen Sie im Heft 2.2016. Verpasst? Gerne senden wir Ihnen das Heft zu - einfach und schnell.

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