Pinzgau - Hohe Tauern

    Romantische Advents- und Weihnachtszeit in den Bergen

    Wo mia dahoam san... Bodenständig und traditionell, ehrlich und urgemütlich: So ist

    Weihnachtsmarkt in Saalfelden (c)foto_bauer

    der Advent in Saalfelden Leogang. Gäste und Einheimische erfreuen sich an altem Brauchtum, neuer Handwerkskunst und typischer Kost. Wer sehnt sich nicht nach einem Advent wie früher, in dem man die angeblich „stillste Zeit im Jahr“ auch tatsächlich voller Ruhe und Besinnlichkeit erleben kann – ganz ohne hektische Suche nach Geschenken in überfüllten Geschäften und Dauerberieselung? In Saalfelden Leogang, einer Region zwischen den schroffen Kalkriesen und sanften Grasbergen des Salzburger Pinzgaus, ist das noch möglich. Hier überwiegt in der Vorweihnachtszeit nach wie vor eine authentische Kultur mit regionaltypischen Besonderheiten. Die romantisch geschmückten Stände der Weihnachtsmärkte verlocken zum Verweilen und Gustieren. Man kostet die ersten selbstgemachten Kekse, besorgt Weihnachtsgeschenke oder genießt köstlichen Punsch, Kletzenbrot und Maroni. Es wird Weihnachtsdekoration aus Naturmaterialien wie Stroh, Holz und Stein angeboten. Eine echte Fundgrube voller Besonderheiten aus heimischem Holz, entdeckt man bei der Weihnachtsausstellung im Leoganger Kreativ-Laden. Besucher können hier zwischen Birkenlaternen, Zirbenholz-Brotdosen, Herzen, Engel, Vogelhäuschen und vielen weiteren Weihnachtsideen stöbern. Stimmungsvolle Adventsveranstaltungen verkürzen das Warten aufs Christkindl. An vielen Plätzen verbreiten Schrotlichtlaternen ein warmes Licht.

    Krampusrummel, Bachlschneid und Knappen-Advent

    Wenn der Heilige Nikolaus mit seinem schaurigen Begleitern, den Krampussen, am Dorfplatz von Leogang oder am Rathausplatz von Saalfelden eintrifft und Geschenke verteilt, leuchten die Kinderaugen. Für Gänsehaut sorgt dagegen, wenn die furchterregenden „Passen“ mit ihrem Gebrüll und dem Lärm ihrer Schellen in Saalfelden einziehen. Die wilden Gesellen in Schaf- und Ziegenfellen mit schweren Holzmasken, Hörnern, Weidenruten und Kuhglocken gehen auf einen uralten alpinen Brauch zurück. Ein ganz anderes Stück Leoganger Vergangenheit wird in der Hüttschmiede in Hütten lebendig, dort kann man sich von den Schmieden eine sogenannte „Bachlschneid“ für die Küchenmesser machen lassen. Wenn früher vor den Weihnachtsfeiertagen geschlachtet wurde, stand der Schleifstein am Bach selten still. Kam dann der Schleifer durchfroren ins Haus, wurde ihm ein „Bachlkoch“ serviert, ein deftiges Gericht aus Mehl, Eiern und Milch mit viel Honig. Ein Stück Leoganger Geschichte erleben Gäste auch beim Knappen.Advent im historischen Schaubergwerk, zu dem sie mit einer romantischen Kutschenfahrt „anreisen“: Geschichtenleser, Weisenbläser und Sänger umrahmen die besinnlichen Stunden im Stollen.

    Advent und Anklöckeln im Museum

    Auch im Museum Schloss Ritzen, einem der bedeutendsten Museen im Land Salzburg, hält der Advent einige Glanzlichter bereit. Auf den vier Geschossen entdecken Besucher seit 1968 herausragende Stücke der Archäologie, Geologie und Mineralogie ebenso wie Votivtafeln, alte bäuerliche Gerätschaften und vor allem die größte Krippenausstellung Österreichs. Viele dieser christlich-religiösen und sehr wertvollen Kleinkunstwerke stammen aus der Hand des weit über die Grenzen hinaus bekannten Saalfeldner Krippenbauers Xandi Schläffer. Er gestaltete ganze „Pinzgauer Krippendörfer“ mit dem offenen Stall von Betlehem als Mittelpunkt und dem Steinernen Meer als Hintergrund. Die Weihnachtsausstellungen, die mit Handwerkskunst und allerlei süßen Verlockungen aufwarten, liefern im Advent einen Grund mehr, das Saalfeldner Museum im Schloss Ritzen zu besuchen – oder etwa wenn dort die Anklöckler ihre Hirtenlieder darbringen...

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