Kalkstein und Karthäusernelke

Der Jurasteig führt entlang aussichtsreicher Anhöhen und durch idyllische Flusstäler.
Foto: djd/Tourismusverband Ostbayern/Stefan Gruber

 

(djd). Zwischen Nürnberg und Regensburg liegt eine Region, die von duftenden Wacholderheiden, schroffen Felsformationen, mystischen Tropfsteinhöhlen und romantischen Flusstälern geprägt ist. Wer diese vielfältige Landschaft zu Fuß erkundet, unternimmt eine geradezu sinnliche Reise. Sei es der Duft nach Wacholder, der Anblick der Blumen zwischen den Karstfelsen oder die zwitschernden Vogelstimmen: Immer wieder wird man mit Eindrücken belohnt, die das Herz berühren.

Eindrücke einer naturnahen Landschaft

Entlang der meist naturbelassenen Wege des "Jurasteigs" beispielsweise können Wanderer noch Tiere und Pflanzen beobachten, die andernorts selten geworden sind. So haben Wanderfalke und Eisvogel hier ein Zuhause. Seltene Orchideen, pink leuchtende Karthäusernelken und Zittergras sind Begleiter am Wegesrand. Die in 13 Etappen angelegte Rundwanderung führt auf knapp 240 Kilometern über die aussichtsreichen Höhen und idyllischen Täler von Donau, Altmühl, Weißer und Schwarzer Laber, Lauterach, Vils und Naab. Zu den herausragenden Naturschönheiten auf dem Qualitätsweg gehören die Weltenburger Enge ebenso wie der Alpine Steig bei Schönhofen, das Lauterachtal mit zahlreichen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten und das Deusmauer Moor. Unter www.jurasteig.de finden Interessierte interaktives Kartenmaterial, Höhenprofile und Gastgeberinformationen, sodass sich die Tour bequem von zu Hause aus vorbereiten lässt.

Bitte Platz nehmen im Landschaftskino

Entlang der Strecke liegen auch zahlreiche kulturhistorische Highlights. Das bekannte Benediktinerkloster Weltenburg am Donaudurchbruch, die Wallfahrtskirche Habsberg, die Burgruinen Hohenburg und das malerische Kallmünz sind lohnende Abstecher. Hinzu kommen die kulinarischen Schmankerl der Region. Viele Gasthäuser bieten zum Beispiel das Altmühltaler und Juradistl-Lamm an. Und zahlreiche Brauereien deuten darauf hin, dass man im Ursprungsland des Bieres zu Gast ist.
Neben der zertifizierten Hauptroute bieten sich 18 Schlaufenwege als zusätzliche Rundwanderwege an. Zwischen acht und 26 Kilometer lang, eignen sie sich als Halb- oder Ganztagestour und erschließen weitere Attraktionen der Region. An der Kuppenalb-Schlaufe bei Neumarkt i.d. OPf. und bei Kallmünz wird die Landschaft sogar zum Film: Ein kurzer Holztunnelzugang markiert den Eingang zum Kino. Geht der Besucher hindurch, so öffnet sich ihm der Blick in die Juralandschaft. Wetterfeste Klappstühle laden wie Kinosessel ein, Platz zu nehmen und "den Film" zu genießen.

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