D06 Lüneburger Heide

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    Lüneburger Heide © G.Pattermann

    - wo Schafe für Naturschutz sorgen... Zwischen Hamburg und Hannover, rund um die Städte Lüneburg, Celle, Uelzen und Soltau liegt die Lüneburger Heide.  Schon früh war man bemüht, diese Landschaft zu erhalten, so entstand schon 1909 am Wilseder Berg der Kern des heutigen Naturparks Lüneburger Heide. Später kam als zweiter der Naturpark Südheide hinzu, nördlich von Celle.  Es ist eine eigentümliche Landschaft, oft eigenartig und melancholisch. Heute fruchtbares Bauernland, war sie früher einsames und gemiedenes Land, nur Jäger und Hirten wagten sich hinein. Obwohl die Heide ein relativ großes Gebiet umfaßt, trifft man die typischen Heidelandschaft nur mehr an wenigen Stellen. Dort bedecken Heidekraut und Wacholderbüsche, Birken und alte Eichen den sandigen Boden.

    Das Heidekraut

    Es gibt davon zwei Arten: Moorheide und Besenheide. Die eine blüht ab Juli, die andere im August und September. Ihre rotvioletten Blüten sorgen dafür, daß dann das einst berühmte Lied "Grün ist die Heide" farblich nicht mehr stimmt. An moorigen Stellen im Heideland trifft man aber auch auf seltenere Pflanzen, so auf den fleischfressenden Sonnentau und die Schachblume, auf Orchideen, die Kuckucksblume und das Tausendgüldenkraut.

    Diese typische Heidelandschaft ist jedoch nicht auf natürlichem Weg entstanden. Sie entstand - allerdings ganz unbeabsichtigt - durch den Zugriff der Menschen. Noch lange nach dem Mittelalter war diese Gegend von lichtem Mischwald bedeckt. Durch den Ausbau der Salzproduktion in Lüneburg wurde zum Salzsieden immer mehr Holz benötigt, das aus den Wäldern bezogen wurde. Der Wald wurde nach und nach abgeholzt. Auf den freiwerdenden Flächen wurde das Vieh der Bauern geweidet. Dadurch wurden die nachwachsenden Triebe der Bäume immer wieder abgefressen, es entstand die typische Heidelandschaft. Aufforstung mit schnellwachsenden Nadelhölzern schlug weitgehend fehl.

    Heidschnucken

    Die berühmten Heidschnucken, eine sehr genügsame Schafrasse, die sich aus mehreren Einzelrassen zusammen setzt, sorgen heute dafür, daß bestimmte Gebiete nicht verbuschen und so erhalten bleiben.

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