Unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern

Mit dem Rad durch Wald und Heide: Über 1.100 Kilometer Rad- und Wanderwege führen durch die Region im äußersten Südosten Mecklenburg-Vorpommerns. Foto: djd/FVV Mönkebude am Stettiner Haff e.V.

Mit dem Rad durch Wald und Heide: Über 1.100 Kilometer Rad- und Wanderwege führen durch
die Region im äußersten Südosten Mecklenburg-Vorpommerns.
Foto: djd/FVV Mönkebude am Stettiner Haff e.V.

(djd). Zu Fuß durch endlose Buchenwälder und verträumte Orte, mit dem Rad immer am Wasser entlang oder lieber mit dem Kanu durch die idyllische Flusslandschaft? Gar nicht so einfach, sich für nur eine Art zu entscheiden, das Stettiner Haff zu erkunden. Das ist aber auch nicht nötig. Denn im äußersten Südosten Mecklenburg-Vorpommerns lässt sich alles ganz entspannt miteinander verbinden.

Zu Fuß durch die Region

Wer zum ersten Mal "Haffluft" schnuppert, sollte mit einem Spaziergang durch das Seebad Ueckermünde beginnen, Tipps und Informationen gibt es unter www.ueckermuende.de. Auf eigene Faust oder - noch besser - in Begleitung eines Gästeführers wie Dieter Ruff. Er kennt den liebevoll restaurierten Stadtkern, Schloss und Hafen wie seine Westentasche und verrät Neuankömmlingen spannende Anekdoten über die bewegte Geschichte der Stadt zur Zeit der Schweden, Preußen und Slawen. Allerlei Sagenhaftes gibt es auch auf dem Weg zum Badestrand zu entdecken: Holzkünstler schufen hier aus den Stämmen alter Weidenbäume fantasievolle Märchenskulpturen. Jenseits der vielen kleinen Buchten am Haff erwartet Urlauber eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands mit zahlreichen Wanderwegen und einem Naturlehrpfad. Aber nicht nur die Waldluft sollte man genießen, auch die Binnendünen und das Wacholdertal von Altwarp gehören fast schon zum Pflichtprogramm.

Das Haff erradeln

Die kleinen Orte am Haff wie Mönkebude, Pasewalk oder Eggesin sind beliebte Zwischenstopps für Urlauber, die auf den Radfernwegen von Berlin nach Usedom oder zwischen Oder und Neiße unterwegs sind. Auch der Mecklenburgische Seenradweg und der Stettiner Haff-Rundweg führen hier entlang. Aber auf welcher Route man sich das Haff auch erradelt, es lohnt sich, mehr als eine Übernachtung einzuplanen. Dann bleibt genug Zeit für Ausflüge in die Region, etwa in den Botanischen Garten von Christiansberg, der von NDR-Zuschauern zum Schönsten seiner Art im ganzen Norden gekürt wurde. Das Areal war ursprünglich als Privatgarten gedacht und entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem drei Hektar großen Blütenmeer. Leckeren Proviant für den Picknickkorb gibt es in Ferdinandshof. In der Bauerngarten-Schaumanufaktur dürfen Besucher die hausgemachten Fruchtaufstriche, Chutneys, Pesto-Variationen und Senfsorten direkt probieren. Quartiere findet man online unter www.moenkebude.de oder telefonisch unter 039774-20323.


Auf dem Wasser unterwegs

Ein Muss am Haff: Mit einem historischen Zeesenboot zur Insel Usedom schippern. Foto: djd/FVV Mönkebude am Stettiner Haff e.V.Ein Muss am Haff: Mit einem historischen Zeesenboot zur Insel Usedom schippern. Foto: djd/FVV Mönkebude am Stettiner Haff e.V.

Ein Muss am Haff: Mit einem historischen Zeesenboot zur Insel Usedom schippern.
Foto: djd/FVV Mönkebude am Stettiner Haff e.V.

Freizeitmatrosen finden am Stettiner Haff eines der weitläufigsten Reviere Deutschlands. Wer mag, schippert in einem historischen Zeesenboot rüber auf die Insel Usedom, legt im polnischen Stettin an oder im Stadthafen von Ueckermünde. Unberührte Natur wartet an den Ufern der verzweigten Kanäle, die sich durchs Binnenland ziehen. Fernglas nicht vergessen, denn Biber und Fischotter, Kraniche und Seeadler sind hier zu Hause. Auch nach idyllischen Rastplätzen müssen Wasserwanderer nicht lange suchen. Abends gibt es dann frischen Haffzander, Aal oder Lachs direkt vom Kutter oder - mit einem Urlaubsfischereischein - selbst geangelt. Aber Vorsicht, es könnte sein, dass der Genuss den Appetit erst richtig weckt - auf noch mehr Urlaub am Stettiner Haff.


Das Reiseziel in Kürze

(djd). Das Stettiner Haff ist das Mündungsgewässer von Oder und Peene und größer als der Bodensee. Die Inseln Usedom und Wollin trennen das Haff fastZu den Wahrzeichen von Ueckermünde gehört das alte Schloss. Von seinem Turm aus bietet sich ein schöner Blick über das gesamte Haff. Foto: djd/Seebad Stadt Ueckermündevollständig von der Ostsee und schützen vor starker Brandung. Die kleinen Badebuchten der Region sind bei Familien beliebt, weil das Wasser flach ist und Kinder unbesorgt planschen können. Anders als auf Rügen und Usedom haben sich die kleinen Küstenorte ihren beschaulichen Charme erhalten. Die weiten Wälder, Moor- und Heidelandschaften ziehen vor allem Gäste ans Stettiner Haff, die sich in der Natur erholen möchten, egal ob bei Wanderungen oder Ausflügen mit dem Rad oder Boot. Informationen rund ums Haff gibt es zum Beispiel unter www.ueckermuende.de, www.pasewalk.de, www.moenkebude.de oder www.urlaub-am-stettiner-haff.de.


 

Wo die wilden Tiere leben

Idyllisch: Über kleine Seen, durch schmale Kanäle und Flüsse führen die abwechslungsreichen Paddeltouren im

Idyllisch: Über kleine Seen, durch schmale Kanäle und Flüsse führen die abwechslungsreichen
Paddeltouren im "Naturpark Am Stettiner Haff". Foto: djd/FVV Mönkebude am Stettiner Haff e.V.

(djd). Ein Ausflugsziel der besonderen Art ist der Tierpark Ueckermünde. Gut im Wald verborgen leben dort mehr als 400 Tiere, denen die Besucher in der Löwenschlucht oder im Affenwald ganz nah kommen können. Auch Wolf und Känguru, Fischotter und Lemur begegnet man hier auf Augenhöhe. Tipp: An einer der Erlebnisführungen teilnehmen und so eine Expedition durch alle Kontinente erleben. Auf Kinder warten außerdem der Streichelzoo und das "Grüne Klassenzimmer". Der Tierpark ist ganzjährig geöffnet. Weitere Informationen online unter ueckermuende.de.


 

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