D36 Westerwald

Der Westerwald - Schloss Montabaur

Schön ist er ja schon, der Westerwald, zwischen der Sieg und Lahntal gelegen. Aber ob dort der Wind dort kälter ist als anderswo, müssen Sie schon selbst überprüfen. Gewiß, auf der kahlen, welligen Basalthochfläche des Hohen Westerwalds - die Fuchskaute bringt es immerhin auf 656 Meter - geht es klimatisch rauh und herb zu. Schließlich ist dieser Westerwald ein Teil des Rheinischen Schiefergebirges, (der andere Teil, auf der westlichen Rheinseite gelegen, bildet teilweise die Eifel), von vielen Tälern und Bächen durchzogen und zum Teil - vor allem im oberen Westerwald - recht dicht bewaldet.

Die wichtigste Stadt ist Montabaur, mit Schloß und historischem Stadtkern. Hier in der Gegend gedeiht sogar Wein, im übrigen aber gilt die Montabaurer Höhe als das größte geschlossene Waldgebiet des Westerwalds. Im Westen von Montabaur liegt Höhr-Grenzhausen, und da sind Sie im Kannenbäckerland. Die Töpfer, die dort seit langem zuhause sind und die hier ihre Kannen "backen", gaben diesem Landstrich seinen prägnanten Namen.Noch immer wird hier getöpfert - zum Teil sogar akademisch: In Höhr-Grenzhausen gibt es inzwischen eine Fachhochschule für Keramik. Das dortige Keramik-Museum ist hochinteressant.Sie sehen dort, daß im Kannenbäckerland schon im Jahre 800 v.Chr. irdene Gefäße hergestellt wurden. Inzwischen hat man das Verfahren zwar etwas verfeinert, aber der Vorgang ist der gleiche geblieben: Tonerde wird geformt und gebrannt. Diese Erde ist hier nicht rot oder braun (wie man sich Ton häufig vorstellt), sondern weiß bis gräulich und von einer Feinheit, daß die entstehenden Gefäße (die man früher meist "Kannen" zu nennen pflegte) fast zu Kunstwerken gerieten. Seit 1717 gibt es ein Zunftwappen für die Kannenbäcker; das gilt in Höhr-Grenzhausen noch heute.Das glasiertes Steinzeug aus dem Westerwald - mit Markenzeichen - ist heutzutage auch in New York, Paris oder Tokiozu kaufen. Wie solche Gefäße entstehen, können Sie sich in etlichen Handwerksbetrieben in Höhr-Grenzhausen ansehen und dort auch erwerben.

Nördlich von Montabaur liegt die Westerwälder Seenplatte. Das sind sieben romantische Gewässer, die Graf Friedrich von Wied im 17. Jahrhundert ausbauen ließ. Der Dreifelderweiher mißt immerhin 123 Hektar. Das ist etwas für die Wassersportler. Drumherum finden Sie ausgedehnte Laubwälder und viele Wanderwege.

Noch weiter im Norden, bei Hachenburg, tut sich eine Landschaft auf, die mit ihren weiten Wäldern und tiefen Taleinschnitten zuweilen fast alpine Charakterzüge hat. Nun - wenn die Hachenburger behaupten, ihre Landschaft sei ein wahres Abbild der Schweiz (und sie darum "Kroppacher Schweiz" nennen, nach dem kleinen Ort Kroppach mit einer wunderschönen romanischen Basilika aus dem 11. Jahrhundert), ist das vielleicht ein wenig übertrieben. Aber wandern kann man auch in der Kroppacher Schweiz sehr schön.

 

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