Dänemark

    Reisetipp Dänemark: Liebenswert-altmodisch und doch ganz auf der Höhe der Zeit:

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    Der Eingang zum Tivoli © epmuts  / pixelio.de

     

    der Vergnügungspark Tivoli. Es ist ein großes Königreich im kleinen Königreich: ein schier grenzenloses Land der Phantasie, ein sinnenfroher Park romantischer Gefühle, eine Bühne, auf der Rockmusiker toben und königlich-dänische Volksmusik geboten wird. Im April beginnt in dieser heiteren Welt, die nicht aus der Mode kommen will, die neue Saison. 

    Seit 1843 amüsieren sich hier die Majestäten und ihr Volk gleichermaßen königlich. Mehr als 3,6 Millionen Besucher aus aller Welt sind allein im vergangenen Jahr Karussell oder Achterbahn gefahren, haben Softeis, rote Würstchen und Gourmet-Spezialitäten vom Feinsten gegessen, sich in den Orient und nach Fernost verzaubern lassen oder sich an kleinen Seen und in lauschigen Pavillons ihre Treue geschworen.

     

    Auf einem fliegenden Teppich durch die ganze Welt

    Georg Carstensen, der Gründer, war Offizier und Schöngeist, Zeitungsverleger, Erfinder, Filou und Lebemann. Mit Geld konnte er nicht besonders gut umgehen, zwei andere Etablissements gingen pleite. Immerhin fuhr die auch von ihm entworfene Straßenbahn erfolgreich in die Zukunft. Carstensen, dessen Denkmal in der Mitte des Vergnügungsparks steht, hatte Visionen und Phantasie wie kein anderer. Er, der in Algier geboren wurde und später wie auf einem fliegenden Teppich durch die ganze Welt reiste, brachte die Klischees der entlegenen Welten nach Kopenhagen, die noch immer die Besucher träumen lassen.

    Hans Christian Andersen, der Märchendichter, bewunderte den Mann, der die Kunst, sich seine Kindheit zu bewahren, dem Publikum von heute vererbt hat: „Wer hält wie du den Zauberstab der Freude?“ Und getreu einem Motto des Gründers, bleibt im Park alles, was erhaltens- und liebenswert ist, wie es ist. Und zugleich muss sich das Märchenland fast jedes Jahr ein kleines Stück neu erfinden. Carstensen hat es schon vor fast 170 Jahren geahnt - und wohl auch so gewollt: „Der Tivoli wird nie vollendet werden“.

    Tricky balance

    So sieht es auch Ellen Dahl, die Event- und Pressemanagerin des weltberühmten Vergnügungsparks: „Es ist ein Spagat, den wir immer wieder machen müssen: einerseits die Stammkunden halten, die unsere zeitlos-gemütliche Atmosphäre lieben, andererseits die Jugend in den Park zu ziehen, denen das Kettenkarussell nicht mehr genügt - und wenn es zehn Mal das Größte der Welt ist.“ Also gibt es nun auch den rasanten Odin Ekspressen und ein verrücktes Looping-Flugzeug für die ganz Standfesten, aber eben nach wie vor auch die Rutschebanen von 1914, in der Kleinkinder mit ihren Großeltern sitzen, die dort schon vor siebzig Jahren gesessen haben. Beim Tivoli Festival, Skandinaviens größtem Klassik-Spektakel, werden auch in diesem Jahr wieder Orchester und Solisten auftreten, die zu den Besten der Welt gehören: Opernstars von der Met in New York wie Joseph Calleja, Ekaterian Surina und Charles Castronovo, Pianisten wie András Schiff, Tenöre wie Lawrence Brownlee. Aber es werden im Tivoli Musikliebhaber aller Richtungen „bedient“: So rockt zum Beispiel halb Kopenhagen jeden Freitagabend auf der Openair-Bühne im Tivoli ab. Was Ellen Dahl den Versuch einer „tricky balance“ nennt, scheint zu gelingen.

    Hyggelig uhyggelig

    Und schon jetzt weiß man, weil der Vorverkauf wieder gut gelaufen ist, dass auch die Halloween-Woche ein Erfolg wird. Zehn Tage lang im Oktober wird es hyggelig uhyggelig – gemütlich ungemütlich. Da tanzen die Hexen, da steppen die Magier, da leuchten die Kürbisköpfe - mehr als 15.000, die extra für Tivoli auf der Kattegat-Insel Samsø angepflanzt wurden.

    Ob jetzt im Frühling oder später im Herbst: Spaß muss sein - und zwar für alle. Hier die Gespenster, die auf fröhliche Weise das Fürchten lehren, dort Harlekin, Pierrot und Columbine, die an die wunderbare Commedia dell`Arte-Tradition anknüpfen. Natürlich gehören auch alle 25 Fahrgeschäfte zum Tivoli-Vergnügen, das vielfach ausgezeichnete Sterne-Lokal im „Nimb“ lässt sich fast täglich neue Kreationen einfallen lassen, und die Mehrheit wird dennoch eher Schlange stehen an der Eisbude und am Würstchenwagen.   

    Unterkunft/Essen:

    Unter einem (orientalisch anmutenden) Dach: Hotel und Restaurant Nimb, DZ ab 270 Euro, Gourmet-Lokal „Herman“ und die „Brasserie“: www.nimb.dk;
    Tivoli-Hotel, DZ ab ca. 190 Euro, www.tivolihotel.com;
    Bertrams Hotel Guldsmeden, DZ ab 160 Euro, www.hotelguldsmeden.com;
    Cabinn City, DZ ab 95 Euro, www.cabinn.dk.

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    Auskunft: Tivoli, Tel. +45 3315 1001, www.tivoli.dk

    VisitDenmark: Tel. 01805 / 32 64 63, www.visitdenmark.com

    Wonderful Copenhagen: www.visitcopenhagen.de

     
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