D63 Das nördliche Oberbayern

    Die Hallertau - im Herzen Bayerns

    Die meisten von uns sind schon einmal durchgefahren. Auf der Autobahn A 9 in Richtung Süden,

    wenn nach der Donauniederung hinter Manching, die Hügel beginnen, sieht man überall die grünen Hopfengärten aufragen. Die Kreuzung mit der A 93 nennt sich Dreieck Hallertau; und die Raststätte gleich dahinter heißt ebenso. Doch was ist denn diese Hallertau?

     

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    Die Hallertau, im Bayerischen auch Holledau genannt, ist das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet Deutschlands. Es liegt zwischen München, Ingolstadt, Regensburg und Landshut, im Herzen von Bayern. Zwei Regierungsbezirke, Oberbayern und Niederbayern, teilen sich die Hallertau.  Es ist ein stilles Land, Bauerndörfer wechseln mit kleinen Städten, die in den weiten Flusstälern liegen. Alles ist hier ein bisschen kleiner, gemütlicher als draußen in der großen Welt. Es ist eine Landschaft für Entdecker, für Menschen, die abbiegen von den großen Straßen und das Verborgene suchen. Hier in der Hallertau können sie fündig werden.

    Entdeckungen in der Hallertau

    Zeit lassen - dies gilt besonders für die Hallertau. Denn die Hallertau bietet viel, nur nicht s auf den ersten Blick. Nein, sie lässt sich nur auf den ein, der sich traut. Denn meist sind es die kleinen Straßen, die zu Bedeutendem führen. Wie die Asamkirche im Kloster Rohr, das abseits der großen Straßen im Hügelland liegt. Einst mächtige Abtei, heute verstecktes Kleinod des Rokokos. Oder die romanische Basilika von Biburg, die sich hinter Hopfengärten versteckt und nur mit ihren beiden Türmen hervorlugt. Nicht weit entfernt, direkt an der B 16, steht die Wallfahrtkirche Maria Himmelfahrt, ebenfalls aus dem Mittelalterstammt und später barockisiert wurde. Abensberg, zu dem die Kirche über dem Abenstal heute gehört, ist ebenfalls sehenswert. Die Stadt, in der der große bayerische Geschichtsschreiber Aventinus geboren wurde, ist das nördliche Tor zur Hallertau. Alte Bürgerhäuser, die Reste der Stammburg der Abensberger und die Stadtmauer zeugen noch von der ehemaligen Bedeutung der Stadt an der alten Straße entlang der Donau. Zwei Brauereien gibt es in der Stadt: den Schneiderbräu und die Brauerei Kuchlbauer mit dem markenten Hundertwasserturm.

    Von Abensberg zur Donau ist es nur ein Katzensprung, doch gemach, hier gibt es viel zu sehen. Rund um Abensberg gedeiht das „Königliche Gemüse“, der Spargel. Glaubt man einigen historischen Quellen, so wird seit fast 300 Jahren Spargel im Raum Abensberg angebaut – erwiesen ist der Anbau seit über 100 Jahren. In dieser Zeit haben die lokalen Spargelerzeuger die Gaumen der Gäste und Kunden stets mit hochwertigster Ware erfreut - dem Abensberger Qualitätsspargel. In Sandharlanden findet am ersten Sonntag im Mai immer der große Spargelmarkt statt. Dann wird das ganze Dorf zum Marktplatz - eine gute Gelegenheit, in einem der zahlreichen Spargelhöfe dem Bauer einmal „auf die Finger zu sehen“. Weiter zur Donau nach Weltenburg. Das uralte Kloster direkt am Donaudurchbruch ist nun nicht gerade ein Geheimtipp, an einem Sommer-Sonnenwochenende kann es schon einmal recht voll werden. Doch im Frühling unter der Woche, da ist es noch ruhig, das süffige Klosterbier schmeckt, besonders dem, der von Kelheim zu Fuß gekommen ist.


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