D33 Erzgebirge

    Wandern in Deutschland - Das Erzgebirge

    Schätze im Berg und auf dem Gebirge

    Wandern im Erzgebirge © Tourismusverband Erzgebirge e.V.“

    Das Erzgebirge, der Grenzkamm Deutschlands zum Böhmischen Becken, ist seit alters her geprägt vom Bergbau und der Holzverarbeitung. Als im Mittelalter die ersten Erzgänge gefunden wurde, war das Erzgebirge noch ein weiter Urwald, undurchdringlich und spärlich besiedelt. Silber, Kupfer, Zinn und viele andere Erze wurden bis ist 20. Jahrhundert hinein abgebaut. Die lange Tradition ist vielerorts als Schaubergwerk und Museum noch zu bestaunen. Der Wanderer findet gut markierte Steige und viele Sehenswürdigkeiten. Glück auf! Der alte Bergmannsgruß hat hier seine Wurzeln.

    Wald, Wald - soweit das Auge reicht. Wie die Wellen auf dem Meer reihen sich die Bergrücken des Erzgebirges aneinander. Dazwischen, wie hineingemalt, Lichtungen mit kleinen Fachwerkhäusern in den weiten, sanften Tälern, von klaren Bächen durchflossen. Das Erzgebirge zeigt seinen heutigen Reichtum überdeutlich. Es ist die unberührte Natur, seine selten Pflanzen und Tieren, die vorbildlich ausgeschilderten Wanderwege, die Stille der Berge und, heute ein wirklicher Reichtum, öfters kein Handynetz. Hier ist nicht die spektakuläre Höhe die Herausforderung, die Berge erreichen meist die 900-Meter-Marke, nur der Fichtelberg als höchster Berg des Erzgebirges, hebt sein Haupt mit 1204 Metern deutlich über die 1000er Grenze. Der Auersberg im Süden des Erzgebirges, mit 1018 Meter der zweithöchste Berg, besticht dafür mit seiner prächtigen Aussicht.
    Das Erzgebirge ist der Rest eines Gebirges, das vor rund 300 Millionen Jahren hochgehoben und stark gefaltet wurde. Die Erosion und Verwitterung ebneten dieses Gebirge jedoch weitgehend ein. Dann, im Jungtertiär, vor rund 40 Mio. Jahren, wurde die Reste dieses Gebirges, die sogenannte Erzgebirgsscholle erneut angehoben und schräggestellt, gleichzeitig brach der im Südosten der Egergraben ein, es entstand ein Pultschollengebirge, das von Osten her langsam ansteigt und nach Osten steil abbricht. In den tiefen dieses alten Gebirges lagern auffällig viele Schätze: Zinn- und Eisenerze, Silber, Kobalt Nickel Blei und Zink und sogar Uran. 1186 wurden in Freiberg die ersten Silbererze gefunden und machten zunächst die Marktgrafschaft Meißen reich. 1471 wurden die Silbergruben  in Schneeberg erschlossen und sorgten dafür, das Churfürstentum Sachsen immens reich zumachen. Die prachtvollen Barockbauten in Dresden wurden mit erzgebirgischem Silber bezahlt. Der Bergbau hat im gesamten Erzgebirge seine Spuren hinterlassen, manche alte Stollen wurde als Besucherbergwerke wieder geöffnet, die alten Gebäude als Museen

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