D08 Wendland Altmark Prignitz

    Die größte und wichtigste Stadt der Altmark ist Stendal. Schon im 12. Jahrhundert

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    Das Uenglinger Tor - ein Teil der Stadtbefestigung von Stendal  Steve Blohm  / pixelio.de

     verlieh Brandenburgs Markgraf Albrecht der Bär dem Dorf an der Uchte, nicht weit von der Elbe,das Magdeburger Stadtrecht. 160 Jahre lang war die Handelsstadt Mitglied der Hanse. Neben dem Fernhandel brachte die Tuchmacherei den Bürgern soliden Wohlstand - bis nach dem Dreißigjährigen Krieg die völlige Verarmung folgte. Dies änderte sich erst wieder im 19. Jhd, denn nach dem Anschluß ans Eisenbahnnetz  kam ein neuer wirtschaftlicher Aufstieg. Dann erst wuchs Stendal über seine gotischen Stadtmauern hinaus, von denen heute noch Reste zu sehen sind.Der historische Marktplatz ist das aktraktive Wohnzimmer der Stadt, der schönste Bau dort ist das Rathaus - im Kern noch gotisch, das in späteren Jahrhunderten oft verändert wurde. Unter dem verwinkelten Bau liegt der Ratskeller mit seinem zweischiffigen, kreuzrippenüberwölbten Saal. Vor dem Rathaus steht die riesige Rolandsfigur, Symbol des freien städtischen Marktrechts. Hinterm Rathaus erhebt sich die mächtige Doppelturmfassade der spätgotischen Marienkirche. Sie beherbergt einen kostbaren Flügelaltar von 1471 und eine ebenso alte geschnitzte Chorschranke.

    Stendal hat aber noch mehrere sehenswerte gotische Kirchen mit wertvoller Einrichtung, darunter den Dom St. Nikolai. In diesem eindrucksvollen Hallenbau aus dem 15. Jahrhundert blieb ein zeitgenössischer, spätgotischer, sehr schöner Glasgemälde-Zyklus erhalten. Auf 1200 Feldern erzählt er aus dem Leben Christi und etlicher Heiliger. Der Lettner mit den dreizehn Sandsteinfiguren stammt vom frühgotischen Vorgängerbau dem Doms. Auch das spätgotische Chorgestühl ist eine eingehende Betrachtung wert.

    In Stendal wurde 1717 der Begründer der modernen Archäologie geboren, Johann Joachim Winckelmann. Vor dem Rathaus steht ein Denkmal zu seinen Ehren. Und in dem Haus in der jetzigen Winckelmannstrasse, wo er das Licht der Welt erblickte (und das jetzt ein Museum ist), erfahren Sie viel über seine wissenschaftliche Arbeit, die international Maßstäbe setzte.

     Weitere Informationen

    Stendal Information
    Kornmarkt 8
    39576 Stendal

    Fon 03931-651190
    Fax 03931-651195
    email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    Internet: http://www.stendal.de

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