D08 Wendland Altmark Prignitz

    Die alte Stadt liegt ganz im Süden der Colbitz-Letzlinger Heide. Sie hat noch anderthalb 

    Kilometer Stadtmauer, zwei mittelalterliche Tortürme und eine Anzahl schöner Fachwerkhäuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Am Marktplatz sitzt vor dem barock-klassizistischen Rathaus ein kleiner Sandstein-Roland zu Pferd, das Wahrzeichen für freies Marktrecht (er ersetzt das hölzerne Original von 1528, das ins Kreismuseum kam). Ganz in der Nähe zeigt ein Stein im Pflaster, wo einst Gericht gehalten wurde. Im Kreismuseum ist neben einer kleinbäuerlichen Stube und einem Biedermeierzimmer vor allem die Sammlung zum Gedenken der Brüder Grimm interessant. Eine in Haldensleben wohnende Enkelin von Wilhelm Grimm schenkte dem Museum Briefe, Fotos, Möbel, Kleidungsstücke und andere persönliche Gegenstände der beiden Märchensammler.

    Südwestlich der Stadt liegt der Haldensleber Forst. Dort fand man 84 Hünengräber aus der Jungsteinzeit (vor etwa 4500 Jahren) und der Bronzezeit (vor 3000 Jahren). Sie sind über eine "Prähistorische Quadratmeile" verteilt. Das größte, das sogenannte "Königsgrab", wurde aus rund 60 Findlingssteinen aufgetürmt. Die Quadratmeile ist das reichhaltigste Großstein-Gräberfeld in Nordeuropa.

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