D02-2 Die Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern

    Rostock - die bunte Stadt am Meer

    Einst eine slawische Burg, dann erfolgreiche Kaufmannsstadt. Die Hanse machte die Stadt Rostock groß und wohlhabend, wie die zahlreichen Kirchen und die prächtigen Bürgerhäuser zeigen. Das Selbstbewusstsein der Rostocker Bürgerschaft zeigt das große Rathaus, die Wehrhaftigkeit der Stadt die mächtigen Stadttore. Doch trotz der langen Geschichte ist Rostock lebendig.

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    Rostock, die bunte Stadt am Meer © Gottfried Pattermann/imagefacts

    Rostock, die erste Universitätsstadt im nördlichen Europa (1419 Gründung der Universität) liegt dort, wo die Warnow, ein kleiner mecklenburger Fluss in die Ostsee mündet. Eine erste urkundliche Erwähnung gibt es bei dem dänischen Geschichtsschreiber Saxo Grammaticus, der 1161 von einer slawischen Burg „Roztoc“ erzählt. 50 Jahre später erhält Rostock das „lübische Stadtrecht“ (Stadtrechte der Reichsstadt Lübeck) und tritt schon 1259 der Hanse bei. Im 14. Und 15. Jahrhundert war Rostock nach Lübeck die bedeutendste Handelsstadt an der Ostsee. Die reiche Bürgerschaft möchte Zeichen setzten und erbaute die großen Kirchen der Stadt: die Petrikirche im Nordosten der Altstadt, die Nikolaikirche und vor allem die Marienkirche in der Nähe des Neuen Marktes. Die Wirren des 30jährigen Krieges brachten der Stadt viel Leid und Zerstörung, erst im 19. und 20. Jahrhundert erfolgte eine gewisse Erholung. Im Hafengebiet siedelte sich das Heinckel-Flugzeug-Werk an. Dies brachte der Stadt während des 2. Weltkriegs wiederum erhebliche Zerstörungen. Nur weniges blieb erhalten oder konnte wieder aufgebaut werden.

    Der Neue Markt, damals wie heute der zentrale Platz in Rostock, ist der Ausgangspunkt meines Rundganges. Ich sitze hier in einem der vielen Cafés und studieren meinen Stadtplan. Wie lässt sich diese Stadt am besten erforschen? Am besten in einem großen Bogen und zurück zum Neuen Markt. Also, gehen wir los. Mein ersten Ziel liegt gleich um die Ecke: die Marienkirche. Die dreischiffige gotische Basilika mit ihrem mächtigen Querhaus ist die bedeutendste Kirche der Stadt. Die Ausstattung der Kirche stammt aus verschiedenen Bauepochen: Prunkstück und das älteste Teil ist die frühgotische Bronzefünte (Taufbecken) vom Ende des 13. Jahrhunderts. Unbedingt ansehen muss man sich auch die astronomische Uhr (1492), die immer noch geht. Täglich um 12 Uhr und um Mitternacht setzt sich das barocke Figurenspiel in Bewegung: die 12 Apostel ziehen an Christus vorbei und erhalten den Segen, nur dem letzten, Judas, wird der Segen verweigert; er muss die nächsten zwölf Stunden vor der Türe warten. Sehenswert sind auch ein spätgotischer Flügelaltar, die Kanzel und der Hochaltar, beides eine Zutat der Barockzeit. Aus der gleichen Bauzeit die Fürstenempore und der Orgelprospekt.
    Durch eine kleine Gasse (Ziegenmarkt) kommen wir zur Flaniermeile Rostocks, der Kröpeliner Straße. Hier können wir Bummeln, in Straßencafès den...


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