Türkei

    Wo der Muezzin ruft - Antalya

    Heiß und schwarz, so steht er vor mir, der echte türkische Kaffee, den ich mir in einem

    kleinen Kaffeehaus bestellt habe. Von meinem Tisch aus geht der Blick hin-aus auf die weite Bucht, an deren Ende der Hafen von Antalya liegt. Die hohen Berge des Taurus, in der Dämmerung dunkel, ja fast schwarz, heben sich wie ein Schattenriss gegen den noch hellen Himmel ab. Es ist neun Uhr Abends. Von einer nahen Moschee klingt der Ruf des Muezzins herüber, der etwas blechern

     

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    Altstadt in Antalya © gp image Gottfried Pattermann

    klingt, da er durch Lautsprecher verstärkt wird. Zuhause in Deutschland haben um diese Zeit längst alle Geschäfte geschlossen, hier im Orient, so schient es mir, beginnt erst jetzt so richtig das Geschäftsleben. Und es sind nicht nur die Touristen, die jetzt unterwegs sind. Auch unverkennbar türkische Männer sind nun auf den Gassen, stehen in kleinen Gruppen zusammen oder sitzen, wie ich, hier im Café und unterhalten sich. Es ist ein Donnerstagabend, der hier in der Türkei wie bei uns der Samstag ist. Alle haben dann frei, morgen kann man ausschlafen.
    Antalya ist heute die fünftgrößte Stadt der Türkei mit rund 1,2 Millionen Einwohnern. Moderne Wohnviertel ziehen sich die Küste entlang nach Osten oder folgen den großen Ausfallstraßen. Sie ist Heiß und schwarz, so steht er vor mir, der echte türkische Kaffee, den ich mir in einem kleinen Kaffeehaus bestellt habe. Von meinem Tisch aus geht der Blick hin-aus auf die weite Bucht, an deren Ende der Hafen von Antalya liegt. Die hohen Berge des Taurus, in der Dämmerung dunkel, ja fast schwarz, heben sich wie ein Schattenriss gegen den noch hellen Himmel ab. Es ist neun Uhr Abends. Von einer nahen Moschee klingt der Ruf des Muezzins herüber, der etwas blechern klingt, da er durch Lautsprecher verstärkt wird. Zuhause in Deutschland haben um diese Zeit längst alle Geschäfte geschlossen, hier im Orient, so schient es mir, beginnt erst jetzt so richtig das Geschäftsleben. Und es sind nicht nur die Touristen, die jetzt unterwegs sind. Auch unverkennbar türkische Männer sind nun auf den Gassen, stehen in kleinen Gruppen zusammen oder sitzen, wie ich, hier im Café und unterhalten sich. Es ist ein Donnerstagabend, der hier in der Türkei wie bei uns der Samstag ist. Alle haben dann frei, morgen kann man ausschlafen.
    Antalya ist heute die fünftgrößte Stadt der Türkei mit rund 1,2 Millionen Einwohnern. Moderne Wohnviertel ziehen sich die Küste entlang nach Osten oder folgen den großen Ausfallstraßen. Sie ist der Hauptort der weiten Küstenebene, die in der Antike Pamphylien genannt wurde und von Griechenland aus besiedelt wurde. Die vielen Ausgrabungsstätten wie Aspendos, Perge oder Syllion künden noch heute von dieser Besiedelung. In römischer Zeit war Antalya, das damals Attaleia hieß,  bedeutendster Hafen der weiteren Umgebung und war, vermutlich um das Jahr 48 n. Chr., Reisestation des biblischen Apostels Paulus (Apostelgeschichte 14,25 f.). Eine Kirche lässt sich jedoch erst ab dem 5. Jahrhundert belegen (die heutige Kesik Minare Camii). Im Jahre 130 nach Christi Geburt besuchte Kaiser Hadrian die Stadt, woran der Hadriansbogen noch heute erinnert. Und genau hier, am Hadriansbogen, begann ich heute morgen meinen Rundgang durch die Stadt. Zierlich, fast filigran erscheint mir das Bauwerk, das zwischen zwei dicken, quadratischen Türmen wie eingeklemmt wirkt. Der Verkehr auf der Hauptstraße, der Atatürk Cadesi, braust lautstark vorbei.
    Das heutige Straßenniveau liegt gut einen Meter höher, Stufen führen hinunter zur römischen Straße. Wer mag wohl hier schon alles durchgegangen sein? Römische Kaiser und römische Legionäre, Ritter und Kreuzfahrer, Kaufleute und Bauern auf dem Weg zum Markt. Die Straße führt mich direkt in die Altstadt. Links und rechts immer wieder Läden mit Nützlichem und Überflüssigem. Man sollte seinen Geldbeutel schon festhalten, jeder Laden ist ein Versuchung und das Freigepäck ist beim Flug ja beschränkt. Dann taucht vor mir ein seltsamer Bau auf, ein schient ein Minarett zu sein, doch wirkt es seltsam unvollständig. Das ist es auch, der Turm war ein Minarett, das zu einer Moschee gehörte, der obere Teil bestand aus Holz, das jedoch dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen ist. Doch die Geschichte des Baues reicht noch weiter zurück, ursprünglich war es eine Kirche, die im fünften Jahrhundert aus den Steinen antiker Bauten errichtet worden ist. Der ganz Bau wird heute Kesik Minare - abgebrochenes Minarett genannt.


     

    Die vollständige Reportage Wo der Muezzin ruft  lesen Sie in Heft 5.2014. Verpasst? Gerne senden wir Ihnen das Heft zu - einfach und schnell!

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