Friaul - Julisch-Venetien

    Frühling im Friaul

    Der Kirschbaum steht in voller Blüte, Bienen summen und sammeln den ersten Nektar

    des Jahres und die Sonne hat die Luft auf angenehme 25 Grad erwärmt. Es ist Frühling in Grado. Maria Bottacci, Besitzerin der Villa Flora, einem kleinen Hotel an der Uferpromenade, steht in der Küche und bereitet Ravioli zu. Jetzt, nach Ostern, hat sie noch die Zeit, den Teig und die Füllung selbst zuzubereiten. Und auch das Ossobucco ist beste italienische Familienküche. Doch nicht nur kulinarische

     600.294.jpg

    Höhepunkte sind es, die hier an der nördlichen Adriaküste einen Besuch lohnen. Der Dom von Grado geht auf einen Bau aus dem 4. Jahrhundert nach Chr. zurück und ist eine der ältesten Kirchenbauten im nordöstlichen Italien. Daneben steht eine achteckige Taufkirche, die ebenfalls aus dieser Epoche stammt. Im Inneren dieser Kapelle sticht die  vollendete Zimmermannsarbeit des offenen Dachstuhl ins Auge, in vollkommener Symmetrie.
    Doch nicht nur Kirchen sind in Grado sehenswert. Die Altstadt von Grado ist ein Gewirr von kleinen Straßen, die Häuser der Fischer oft krumm und verwinkelt, über all ranken Blumen in die Höhe und geben mit ihren Blüten dem Alten einen Hauch von Neubeginn.
    Immer wieder öffnen sich kleine Plätze zwischen den Häusern. Hier lebt die Stadt, Kinder toben zwischen den abgestellten Autos, oder ein kleines Ristorante hat Stühle und Tische aufgestellt und lädt zu einer Pause mit einem Espresso. Noch fehlen die Touristen als Gäste, es sitzen die Nachbarn hier und genießen die Sonne. Ruhe und Gelassenheit weht durch die Straßen, es ist die Ruhe vor dem Sturm der Hauptsaison.Langsam wiegt sich das mannshohe Schilf in der Dünung, der Wasserspiegel glitzert in der Sonne, ein Reiher stakst durch das seichte Wasser auf der Suche nach seinem Frühstück. Enten und Perlhühner schwimmen geschäftig umher und suchen ebenfalls Futter. Weiter draußen weitere Reiher, die gelassen nach Futter suchen. Immer wieder raschelt es im Schilf, im Fernglas ist schließlich ein Vogel beim Nestbau zu erkennen. Das Riserva Naturale della Valle Cavanate, nur ein paar Kilometer östlich von Grado, ist ein kleines Naturschutzgebiet an der Mündung des Primero, der aus der Ebene hier ins Meer fließt. Vom Meer führt die Straße schnurgerade nach Norden, den Bergen zu. Hinter einer Kreuzung erhebt sich, noch versteckt durch Bäume, ein schlanker Kirchturm. Es ist der Dom in Aquilea, das 5 Kilometer nördlich von Grado liegt. Aquilea war zu römischer Zeit ein wichtiger Handelsort und Ausgangspunkt der Via Julia Augusta, die über Tarvisio den östlichen Alpenraum mit Italien verband. Durch den Natissone war die Stadt mit dem Meer verbunden. Das heutige kleine Flüsschen war damals, im 2. Jahrhundert nach Christus eine bedeutende Wasserstrasse. Die Hafenanlagen wurden ausgegraben und können angesehen wer...


    Die vollständige Reportage GrFrühling im Friaul lesen Sie in Heft 2.2014. Verpasst? Hier können Sie das Heft herunterladen - einfach und schnell

    hier bestellen

    © 2007 - 2019 by Tipps Media & Verlag.

    Search