La Reunion

    Exotik und doch französisches Savoir vivre, in der Ferne Urlaub machen und doch mit

    dem Euro rechnen, all dies ist die Insel La Reunion, französisches Übersee-Departement und Teil der EU.
    Adam und Eva hätten sich hier wirklich wohlgefühlt, zumal es hier keinen Apfelbaum gibt. La Reunion ist wirklich ein Flecken Paradies, mitten im Indischen Ozean und 9000 Kilometer von Europa entfernt. Madagaskar, Komoren, Mauritius,

    Mafate  La Reunion © IRT LUC PERROT

    Seychellen oder eben La Reunion, alles Namen, die Träume, Ferne und Abenteuer bedeuten Manch einer muss im Atlas länger suchen, bis er östlich von Afrika die Inseln entdeckt, im Indischen Ozean verteilt wie Streusel auf einem Kuchen.
    Schönheit kann betroffen machen. Es ist ein Bild, das nicht aus dem Kopf weichen will. Im Osten steht eine Wolke, rot beleuchtet von der Sonne, die so gerade aus dem Indischen Ozean auftaucht. Zuerst nur ein heller Schimmer über dem Wasser. Schnell wird er grösser, die Farben ändern sich erneut, jetzt dominiert das Gelb, bis schliesslich der ganze leuchtende Ball über dem Horizont steht. Vor mir, in einer weiten, noch dunklen, 200 Meter tiefen Caldera, der Kegel des Piton de la Fournaise. Rauch steigt aus dem Krater des Vulkans, rot gefärbt durch die aufgehende Sonne. Und, je höher die Sonne steigt, werden die Schatten in der unter mir liegenden Ebene immer kürzer, im unwirklichen Licht des frühen Morgens schälen sich kleine Krater, spitze Felsen und weite Geröllfelder aus dem Dunkel der Nacht.
    Um dieses Schauspiel zu erleben, bin ich um drei Uhr morgens von meinem Hotel in St. Gilles le Bains losgefahren, zu erst gemütlich durch schlafende Küstenorte, dann langsam den Berg hinauf. Die letzten 20 Kilometer hatten es dann in sich, die kleine Forststrasse Chemin de Volcan ist schmal und kurvenreich. Jetzt sitze ich in der aufgehenden Sonne und futtere aus dem Picknickkorb, eine Thermosflasche mit heissem Kaffee war ebenfalls dabei. Das ist gut, denn der Wind auf 2300 Meter Höhe ist auch in einem tropischen Paradies wie Reunion kalt. Die Fahrt zum Pas de Bellecombe ist nur einer der Höhepunkte, die die Insel zubieten hat. Und es muss ja nicht immer ein Sonnenaufgang sein. Auch am Tag ist es hier wunderschön. Und interessant, denn auf dem Plaine de Sables, einer weiten fast vegetationslosen Ebene, kann ich direkt in einen kleinen Krater hinsteigen. Hoffentlich bleibt er ruhig, sonst wird dieser Bericht nie fertig.
    Auf der Rückfahrt fahre ich durch eine weite Hochebene, die Plaine de Cafre. Es ist ein wunderschöne Landschaft, verstreute Dörfer, kleine Waldstücke, grüne Felder. Doch es zieht mich hinauf zum nächsten Vulkan, dem Piton des Neiges, dem mit 3071 Metern höchsten Berg Reunions. Das heisst wieder bergauf fahren. Zunächst schlängelt sich die Strasse durch ein enges Tal. Überall rieseln kleine und grössere Bäche...


    Die vollständige Reportage La Reunion - Europas östlichste Ecke  lesen Sie in Heft 1.2014. Verpasst? Hier können Sie das Heft herunterladen - einfach und schnell

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