Franche-Comte

    Belfort - Stadt der Löwen

    Belfort - Stadt an einer großen Völkerstraße. Hier treffen die

    Vogesen auf den Jura, hier geht das Elsass ins Franche-Comte über. Es ist ein Tor Europas, ein Tor zwischen Nord und Süd. Ausgebaut zur Festung, immer wieder belagert und doch nie eingenommen. Und drum herum - das Territoire de Belfort - die Ebene von Belfort - altes Bauernland und Landschaft für Genießer und Naturliebhaber.

    Belfort: Stadt der Löwen Bild: Gottfried Pattermann

    Belfort: Stadt der Löwen Bild: Gottfried Pattermann

    Der Glockenschlag vom Turm der Kathedrale St. Christoph klingt über den Place d‘Armes, dem zentralen Platz von Belfort, und verliert sich in den schmalen Gassen der Altstadt. Es ist ein warmer Tag im Mai, ein Hauch des Südens Europas liegt in der Luft. Die vielen Cafés, die sich in den bunten Häusern rund um den Platz befinden, sind voll mit Gästen. Kinder toben über den Platz, die Eltern bummeln hinterher und alle Probleme der Welt schienen unendlich weit weg zu sein.
    Belfort liegt wie ein Wachhund in der Burgundischen Pforte, jener 30 Kilometer breiten Senke zwischen den Höhen des Jura und den Bergen der Vogesen. Schon immer war die Burgundische Pforte, oder auf französisch Trouée des Belfort, der natürliche Übergang zwischen dem Rhein- und dem Rhonetal, zwischen Nord- und Südwesteuropa. Durch sie verlaufen Straßen und Bahnlinien, Autobahn und TGV, der Rhein-Rhone-Kanal - und durch sie führte auch immer den Weg fremder Heere. Nachdem Belfort im Dreißigjährigen Krieg an Frankreich gefallen war, beauftragte Ludwig XIV seine genialen Festungsbaumeister Vauban mit der Aufgabe, Belfort uneinnehmbar zu machen. Er erledigte die Aufgabe so meisterhaft, dass Belfort noch im 19. Jahrhundert drei Belagerungen siegreich überstehen konnte.
    Dreh- und Angelpunkt Belforts ist die Festung, kühn auf einem Felsen mitten in der Stadt erbaut. Der Vogesensandstein, aus dem sie errichtet wurde, leuchtet rot in der Sonne, und es gibt kaum einen Punkt in der Stadt, von dem die Festung nicht zu sehen wäre. Unterhalb der Felswand, ebenfalls aus dem roten Sandstein, der Löwe von Belfort, den Frederic Auguste Bartholdi 1876-80 zur Erinnerung an die heldenhafte Verteidigung Belforts im Krieg gegen das Deutsche Reich 1870/71 geschaffen hat. Durch Tunnel und Tore, über breite Rampen und tiefe Gräben führt der Weg hinauf zur Kaserne, in der sich das Museum für Kunst und Geschichte befindet. Das Dach - die Terrasse des Fort ist der beste Aussichtspunkt der Stadt. auf der einen Seite das Gewimmel der Häuser in der Altstadt, auf der anderen das tief gestaffelte Verteidigungssystem mit seinen gemauerten Gräben, Lünetten und Verteidigungswerken.
    Der Weg hinunter in die Stadt führt zur Porte de Breisach, dem Stadttor nach Norden, zur Straße nach Deutschland, der heutigen N 83. Noch immer ziert das Tor das Wappen Ludwig XIV mit der Lilie und dem Sonnenemblem. Durch die schmalen Gassen entlang der


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