Franche-Comte

    Grenzenlos Radfahren: Radwege zwischen Belfort und Porrentry

    Der Jura im Süden, die Vogesen im Norden - und dazwischen

    die „Burgundische Pforte“. Eine uralte Völkerstraße zwischen Nord- und Südeuropa, noch heute benutzt von Autobahn und TGV. Doch abseits der großen Straßen ist es eine ruhige, unspektakuläre Landschaft. Im Süden, im Jura, den sich Frankreich und die Schweiz teilen, wechseln Bergketten und lange Täler ab, weiter im Norden, im Territoire de Belfort ist das Land viel flacher, kleine Bäche fließen zwischen den Hügeln, Weiher und kleine Seen, an denen geduldige Angler ihr Glück versuchen. Es ist eine Landschaft für Genießer. In dieser Landschaft entstand in Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Frankreich ein Netz von Fahrradwegen: la francovelosuisse.

    Grenzenlos Radfahren Bild: Gottfried Pattermann

    Grenzenlos Radfahren Bild: Gottfried Pattermann

    Das Schönste an einer Radtour sind doch die Pausen. Besonders dann, wenn wir ein wirklich schönes Plätzchen gefunden haben. Ein stiller kleiner See in einer windstillen Senke, eine große Eiche bietet den nötigen Schatten und um herum nur Ruhe und Einsamkeit. In der Ferne stehen rund um einen Kirchturm einige Bauernhäuser. Der Radweg, jetzt im Frühling noch wenig befahren, liegt einige hundert Meter entfernt. Es ist wirklich ein schöner Ort für eine ausgiebige Pause.
    Bevor wir losgefahren sind, haben wir für unsere Pause eingekauft: Eine Flasche Rotwein, Käse und Wurst und - wir sind in Frankreich - ein frisches Baguette.
    Es ist Ende Mai und die Sonne hat schon richtig Kraft. Die weißen Wolken spiegeln sich im Wasser, auf dem einige Enten streiten. Wir sind unterwegs im Sundgau, auf einer der Schleifen des Radwege-Systems „La francovelosuisse.
    La francovelosuisse ist ein Projekt zwischen Frankreich und der Schweiz, genauer gesagt zwischen dem Kanton Jura auf der Schweizer Seite und dem Territoire Belfort auf den französischen Seite. Der Hauptweg führt durch eine wunderschöne Landschaft, immer entlang des Flüsschens Allaine, von Porrentruy nach Belfort. Der Weg ist rund 40 Kilometer lang und ohne größere Bergstrecken. Doch die Schönheit der Landschaft sowie zahlreiche wirklich interessante Sehenswürdigkeiten erfährt der Radler erst, wenn er eine der sieben Ringstrecken fährt, die immer wieder zu Abstechern oder eigenen Touren verführen.
    Porrentruy, die Schweizer Stadt im Jura, war die erste Station auf unserer Fahrrad-Reise. Stilgerecht haben wir die Anreise mit der SBB gemacht, unsere Räder reisten im Gepäckwagen mit. Doch bevor wir uns auf den Weg zur unserer ersten Etappe machen, wollen wir uns noch die Stadt ansehen. Am Bahnhof haben wir einen kleinen Führer bekommen, in dem ein Spaziergang durch die Stadt beschrieben ist. Vom Hotel-Dieu, dem ehemaligen Spital, schlendern wir durch die Gassen hinauf zum ehemaligen Jesuiten-Kolleg, in dem sich immer noch eine Schule befindet. Im Hof gibt es einen interessanten Schul- und Kräutergarten. Nicht weit entfernt befindet sich das Jurassica-Museum, das in einer alten Villa untergebracht wird. Neben vielen anderen Sammlungen ist die Fossiliensammlung sehenswert, zeigt sie doch die Fülle des Lebens während der Jurazeit, die vor rund 200 Millionen Jahren begann und 50 Millionen Jahre dauerte und als sich die Gesteine der Umgebung als Ablagerungen im Urmeer...


    Die vollständige Reportage Grenzenlos Radfahren: Radwege zwischen Belfort und Porrentry lesen Sie in Heft 3.2015. Verpasst? Gerne senden wir Ihnen das Heft zu - schnell und versandkostenfrei!  

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