Guadeloupe

    Blau - das scheint hier die vorherrschende Farbe zu sein. Blau ist das Meer, blau ist

    auch der Himmel und die kleinen Häuser an der Strasse sind ebenfalls blau angestrichen. Dazwischen sind einige mit einem blassen Gelb oder Rot gestrichen, als wollten sie gegen die so dominante Farbe protestieren. Sogar der Wagen, mit dem wir unterwegs sind, ist blau, aber dies mag Zufall sein. Seit zwei Tagen sind wir nun auf der Insel, haben unser Hotel genossen und wollen nun mehr sehen.

    Guadeloupe  Bild: Atout France

    Guadeloupe ist ein ganzer Archipel, der aus der großen Hauptinsel Guadeloupe, La Desirade im Norden, Marie-Galante im Süden und den Inseln von Les Sainte, ebenfalls im Süden, besteht.  Es ist ein Departement von Frankreich und gehört damit zur Europäischen Union. Guadeloupe selbst besteht aus den beiden Teilen Grand-Terre und Basse-Terre, zwei Teilen, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Verbunden sind die beiden Teile durch einen schmalen Istmus; hier liegt die grösste Stadt der Insel, Pointe-a-Pitre. Die Straße windet sich durch die Hügel der Grands Fonds, jener Hügelkette, die den Westen von Grand Terre einnimmt. Mal hoch oben am Hang, dann wieder senkt sich die Strasse hinunter zum Meer, das von hellem Türkis bis hin zu dunklem Blau immer wieder neue Farbenspiele zeigt. In Sainte Anne, dem ersten größeren Ort auf unserer Strecke, ist Markttag. Auf vielen kleinen Ständen, oder manchmal nur von der Ladefläche eines kleinen Lastwagens aus, werden Obst und Gemüse, Kleidung und allerlei Krimskrams angeboten.  Besonders beliebt scheine große Tücher mit bunten Drucken zu sein. Wir bummeln hinunter zum Meer. Hier liegen Fischerboote, auf den teils recht primitiven Stegen türmen sich Fischernetze. Am frühen Morgen ist hier viel Betrieb, jetzt am späten Vormittag spielen  nur einige Kinder mit Schwemmholz, gut bewacht von Großmüttern in bunten langen Kleidern, die im Schatten sitzen und sich gegen die Fliegen wehren.Hinter Sainte Anne ändert sich die Landschaft, das Land wird flacher. Es ist das Land der Zuckerplantagen. Hier wuchs in früheren Zeiten der grosse Reichtum des Landes - Rohrzucker. Auf den riesigen Plantagen arbeiteten Sklaven aus Afrika. Erst 1848 wurde die Sklaverei endgültig abgeschafft, das Schoelcher-Museum in Pointe-a-Pitre erinnert an den Mann, der das Dekret im fernen Paris durchzusetzen wusste. Zucker und Bananen sind heute die wichtigste Erzeugnisse der Insel, wenn auch der Tourismus die


     

    Die vollständige Reportage Guadeloupe - Karibik auf französisch  lesen Sie in Heft 1.2014. Verpasst? Hier können Sie das Heft herunterladen - einfach und schnell

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