Oman

    Muscat – Menschen, Märkte und Museen

    Muscat – Menschen, Märkte und Museen

    Nein, Muscat hat mit der Muskatnuss gar nichts zu tun, die kommt von den Molukken-Inseln im heutigen Indonesien. Doch als Reiseziel ist die Stadt am Persischen Golf immer eine Reise wert. Zudem ist Muscat arabische Muscat © Ministry of Tourism, Sultanate of OmanTourismus - Hauptstadt 2012“ (www.muscat2012.com), und aus diesem Anlass hat sich die Stadt jede Menge einfallen lassen, um sich ihren Besuchern von der schönsten Seite zu präsentieren. Museen, Märkte und Moscheen, historische Gebäude und eindrucksvolle Paläste bestimmen das Stadtbild. Muscat war schon immer Handelsplatz, hier wurden schon in früher Zeit Gewürze, Edelsteine, Silber und besonders der Weihrauch angeboten. Und auch heute noch sind die Souks erfüllt von Leben. Nehmen Sie sich Zeit und bummeln durch die verschiedenen Märkte in Muscat, denn nirgendwo sonst lässt sich das Leben der Omanis zwischen Tradition und Moderne so hautnah beobachten. Wenn in den frühen Morgenstunden die Fischerboote zurückkommen, landet eine unglaubliche Vielfalt an Fischen und Meeresfrüchten auf den gekachelten Tischen der Markthalle und wird laut-stark angepriesen. Viele Fische landen einige Stunden später auf den Tischen der Hotelrestaurants. Nur einige Schritte weiter feilschen Händler um den Preis für das frische Obst aus den Plantagen und Oasen im Hinterland. Einige Straßen entfernt vom Hafen beginnt der Mutrah Souk, ein Basar, wie er orientalischer nicht sein könnte. Unter den schattigen Arkaden reihen sich Gewürzläden mit ihrer duftenden Auslage, Parfümhändler, Schneider, winzige Lokale, wo arabischer Kaffee und Minztee zur Wasserpfeife gereicht werden, Kunsthandwerker und Antiquitätenhändler aneinander. Die Händler sind freundlich und niemals aufdringlich, aber das Feilschen um den Preis gehört hier selbstverständlich zur Pflicht.

    Hier wird auch das teuerste Parfüm der Welt angeboten: Amouage Gold, eine Komposition aus landestypischen Essenzen, die einzigartig ist. Doch nicht nur in den Souks kann man einkaufen, ein besonderer Shopping-Tipp für alle, die modernes Kunsthandwerk aus dem Oman erstehen wollen: Der ‚Jawaharat Al Shatt Shopping Complex“ (Adresse: Jibroo 114) Besucher finden dort eine große Auswahl an Stoffen, Töpferwaren, Silberschmuck und natürlich auch den unvergleichlichen omanischen Weihrauch zu fairen Preisen.

    Souk in Muscat © Ministry of Tourism, Sultanate of OmanDie Omanis sind stolz auf ihre lange Geschichte, und in Muscat finden sich viele liebevoll gepflegte Zeugnisse aus der Vergangenheit. Eingerahmt wird die Altstadt von den beiden Bergfestungen Mirani im Westen und Jalali im Osten, dazwischen im Tal, am alten Hafen, liegt das Regierungsviertel mit dem Büro und dem Palast des Sultans. Man sollte sich die Zeit nehmen und zwei wirklich interessante Museen besuchen. Da ist einmal das Bait al Zubair Museum, in dem traditionelle Kleidungsstücke, Waffen und Schmuck in Vollendung zu bewundern sind. Und dann ist da noch das Bayt Fransa, ein renovierter Stadtpalast aus dem 19. Jahrhundert, in dem die Geschichte des Landes mit vielen historischen Fotografien, Trachten und Modellen arabischer und europäischer Handelsschiffe dokumentiert wird. Westlich der Altstadt, entlang des Küste, breitet sich das moderne Muscat aus, hier befinden sich auch viele Hotels der bekannten Ketten.

    Zwei Highlights des modernen Muscat gehören zum Pflichtprogramm: Zum einen die neue Oper, die mit ihrer interessanten Architektur und hervorragenden Akustik - Eigenschaften, einen Genuss für Auge und Ohr gleichermaßen verspricht. Ein Muss ist auch der Besuch der Sultan Quaboos Moschee, einem beeindruckenden Zeugnis islamischer Architektur. Sie kann sogar zwei Superlative für sich in Anspruch nehmen: Der Gebetssaal der Männer ist mit dem größten handgewebten Teppich der Welt ausgelegt, und von der Decke hängt der größte Kronleuchter der Welt, den über 600.000 Swarovski-Kristalle in magischem Licht strahlen lassen.

    Diesen und weitere Artikel über den Oman lesen Sie in der Ausgabe 4.2012 des Tipps-for-Trips - das Magazin

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